Drucker Test

Anycubic Kobra S1 Combo Test

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Anycubic Kobra S1 Combo Test
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Die Anycubic Kobra S1 Combo ist ein spannendes Gerät, das viele High-End-Funktionen in eine Preisklasse bringt, die auch für engagierte Hobbyanwender erschwinglich bleibt. Sie eignet sich für Nutzer, die den nächsten Schritt über den klassischen PLA-Druck hinausgehen möchten und Freude am Experimentieren haben. Wer allerdings absolute Präzision ohne Nachjustieren oder kompromisslose Ruhe im Betrieb erwartet, sollte sich die Eigenheiten genau überlegen.

  • Großes Bauvolumen von 250 × 250 × 250 mm
  • Hohe Temperaturreserven (Düse bis 320 °C, Bett bis 120 °C)
  • Geschlossene Baukammer für anspruchsvolle Materialien
  • Automatische Druckbett-Kalibrierung
  • Integrierter Filamenttrockner und Wechsler
  • App-Integration mit Kamera und Überwachung
  • Viel Kunststoff in der Bauweise
  • Standardprofile liefern nur mittelmäßige Detailqualität
  • Filamentbox zwingend stromabhängig
  • Lüfter beim Trockner laut
  • Ersatzteilversorgung und Support verbesserungswürdig

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Inhalt

Wer einen 3D-Drucker sucht, kennt das Gefühl: unzählige Modelle, Marketingversprechen, Fachbegriffe – und am Ende bleibt die Frage, welches Gerät wirklich hält, was es verspricht. Mit der Kobra S1 Combo hat Anycubic einen Drucker im Angebot, der in vielerlei Hinsicht auffällt. Geschlossenes Gehäuse, automatische Filamentverwaltung, Trocknungssystem, hohe Düsentemperatur bis 320 °C – und das zu einem Preis, der auch für ambitionierte Hobbyanwender erreichbar ist. Klingt fast nach einem Traumgerät. Doch wie sieht es im Detail aus? Wir haben uns jede Facette genau angesehen.

Aufbau und Verarbeitung: Stabilität trifft auf Kunststoff

Beim Auspacken fällt sofort auf: Die Kobra S1 Combo ist kein kleines Spielzeug, sondern ein ausgewachsenes Gerät. Mit 22,6 Kilogramm bringt er ein ordentliches Gewicht auf den Tisch. Die Maße von rund 40 × 49 × 41 Zentimetern verlangen nach einem stabilen, vibrationsarmen Untergrund. Wer keinen separaten Druckerplatz hat, sollte das vorher bedenken. Das Design ist modern, jedoch setzt Anycubic bei der Konstruktion stark auf Kunststoffteile. Das ist einerseits praktisch, da das Gewicht reduziert wird und die Produktion günstiger bleibt. Andererseits wirkt es auf manche Nutzer weniger robust. Vor allem die Abdeckungen und Gehäuseteile vermitteln eher den Eindruck von Konsumgerät als von Industriequalität. Im Inneren sorgt jedoch ein stabiler Rahmen für ausreichend Steifigkeit, sodass die Druckqualität nicht darunter leidet. Positiv hervorzuheben sind die gute Kabelführung und die clevere Positionierung der Bedienelemente. Der Touchscreen ist vorn leicht zugänglich und reagiert zuverlässig. Auch das geschlossene Gehäuse macht einen soliden Eindruck: Türen schließen sauber, die Acrylfenster sind klar, und die Magnetverschlüsse funktionieren gut.

Bauvolumen und geschlossene Kammer: Spielraum für Kreativität

Das Druckvolumen von 250 × 250 × 250 mm ist großzügig genug, um auch größere Modelle in einem Stück zu fertigen. Gehäuse für Elektronik, Funktionsprototypen oder Figuren mit ordentlicher Größe lassen sich problemlos realisieren. Wer bisher mit kleineren Druckern gearbeitet hat, wird die zusätzliche Freiheit schnell zu schätzen wissen.

Die geschlossene Kammer ist nicht nur ein optisches Feature, sondern hat klare technische Vorteile. Sie sorgt für gleichmäßige Temperaturbedingungen, was beim Drucken von ABS, ASA oder Nylon entscheidend ist. Ohne Zugluft oder starke Temperaturwechsel neigen Bauteile weniger zum Verzug. Auch beim Drucken mit TPU hilft die geschlossene Kammer, indem sie für ein ruhigeres Materialverhalten sorgt. Wer also plant, über PLA hinauszugehen, bekommt hier ein echtes Plus.

Temperaturmanagement: Flexibilität durch hohe Reserven

Ein wichtiges Kriterium für die Materialvielfalt ist die Temperatur. Mit einer maximalen Düsentemperatur von 320 °C spielt der Kobra S1 Combo in einer Liga, die man sonst eher in höheren Preisklassen findet. Das Heizbett erreicht bis zu 120 °C und ermöglicht damit auch Materialien, die ein stark erhitztes Druckbett erfordern. Das bedeutet in der Praxis: PLA und PETG laufen problemlos. TPU ist ebenfalls machbar, solange man die Geschwindigkeit reduziert. Mit ABS, ASA oder Nylon eröffnet sich eine Welt an Anwendungen, die mit günstigeren Geräten schlicht nicht möglich ist. Zwar erfordert das Einrichten und Kalibrieren mehr Erfahrung, aber allein die Option macht den Drucker zukunftssicher.

Filamentmanagement: Komfort mit Tücken

Die größte Besonderheit der Combo-Version ist der Filamentwechsler mit integrierter Trocknung. Die Idee: Feuchtes Filament, das spröde Drucke erzeugt oder Fäden zieht, wird direkt im Betrieb getrocknet. Gleichzeitig können mehrere Rollen angeschlossen werden, sodass der Drucker automatisch wechselt – sei es bei mehrfarbigen Projekten oder wenn eine Rolle leer ist. Das klingt fantastisch und funktioniert im Idealfall sehr gut. In der Realität gibt es aber Einschränkungen: Hat die externe Filamentbox keinen Strom, interpretiert der Drucker das als „Filament gebrochen“ und verweigert den Betrieb. Auch die Lautstärke der Lüfter ist nicht zu überhören. In einem Wohnzimmerdruckplatz wird man damit wenig Freude haben. Wer den Drucker in einem Arbeitsraum oder Keller betreibt, stört sich weniger daran.

Das System erkennt Filamentwechsel zuverlässig, aber man sollte sich auf gelegentliches Nachjustieren einstellen. Für Anfänger ist es vielleicht frustrierend, wenn das Versprechen „vollautomatisch“ nicht zu 100 % eingehalten wird.

Druckqualität: Gut, aber nicht perfekt ab Werk

Die Druckqualität ist solide, aber nicht fehlerfrei. In Standardprofilen liefert der Drucker schöne, gleichmäßige Schichten und glatte Oberflächen. Für Alltagsobjekte, funktionale Teile oder Deko reicht das locker aus. Wer jedoch feine Details wie winzige Schachfiguren oder filigrane Miniaturen erwartet, muss Hand anlegen. Kleine Löcher neigen dazu, unsauber zu werden, und komplexe Geometrien zeigen, dass die Profile noch Potenzial haben. Mit Feintuning, angepassten Slicer-Einstellungen und sorgfältiger Kalibrierung steigt die Qualität jedoch deutlich. Gerade mit Orca-Slicer oder Cura lässt sich viel aus der Maschine herausholen. Fortgeschrittene Nutzer werden hier Freude am Optimieren haben, Einsteiger könnten dagegen leicht überfordert sein.

Bedienung und Software: Komfort trifft Anpassbarkeit

Die automatische Druckbett-Kalibrierung ist eine echte Erleichterung. Statt wie bei vielen anderen Geräten minutenlang am Bett zu drehen, erledigt ein Knopfdruck den Job. Die Software-Oberfläche ist intuitiv aufgebaut und lässt sich auch ohne Handbuch bedienen.

Anycubic liefert mit dem eigenen Slicer eine brauchbare Basis. Wer mehr Kontrolle will, sollte auf Orca-Slicer oder PrusaSlicer setzen. Hier kann man Profile feiner abstimmen, Supportstrukturen optimieren und Materialprofile besser anpassen. Besonders praktisch ist die App-Integration: Über Kamera und WLAN kann man den Druckprozess in Echtzeit verfolgen. Die KI-Fehlererkennung ist noch nicht perfekt, aber sie verhindert in manchen Fällen, dass man stundenlang Filament verschwendet.

Stromverbrauch & Lautstärke: Nicht unauffällig, aber vertretbar

Mit rund 136 Watt Stromverbrauch während des Drucks liegt der Kobra S1 Combo im üblichen Bereich. Überraschungen gibt es hier keine. Auffälliger ist die Geräuschkulisse. Der Drucker selbst arbeitet angenehm leise, aber sobald der Filamenttrockner aktiv wird, laufen Lüfter hörbar auf Hochtouren. Für eine Werkstattumgebung ist das kein Problem, für Wohnzimmerdrucker ist es definitiv ein Minuspunkt.

Zuverlässigkeit & Ersatzteile: Luft nach oben

Ein Thema, das man nicht ignorieren darf, ist die Ersatzteilversorgung. Anwender berichten immer wieder, dass Ersatzteile nicht sofort verfügbar sind und die Kommunikation mit dem Hersteller langwierig sein kann. Wer ein Gerät intensiv nutzt, möchte aber im Falle eines Defekts nicht Wochen warten. Auch beim Support ist Geduld gefragt. Für Bastler mit etwas technischem Geschick ist das kein Beinbruch, wer jedoch auf schnellen Service angewiesen ist, sollte diesen Punkt im Hinterkopf behalten.

Zielgruppe: Für wen lohnt sich der Kobra S1 Combo?

Die Kobra S1 Combo richtet sich an ambitionierte Anwender, die mehr wollen als das Standard-PLA-Drucken. Maker, die verschiedene Materialien testen, Farben wechseln oder mit langlebigen Kunststoffen arbeiten möchten, finden hier ein leistungsstarkes Werkzeug. Wer bereit ist, ein wenig Zeit in das Einrichten und Optimieren zu investieren, bekommt einen Drucker, der in seiner Preisklasse viel bietet. Reine Einsteiger, die sofort perfekte Ergebnisse wollen, könnten dagegen eher frustriert sein.


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Kompaktes Design mit leistungsstarken FunktionenDer Kobra S1 Combo verfügt über eine vollständig geschlossene CoreXY-Konstruktion für Stabilität und Präzision beim Drucken. Sein Bauvolumen von 250×250×250 mm bietet viel Platz für eine Vielzahl von Projekten, von detaillierten Modellen bis hin zu funktionalen Prototypen. Der ACE Pro Filamenttrockner arbeitet nahtlos mit dem Drucker zusammen und trocknet Filamente aktiv während des Drucks, um Verstopfungen zu vermeiden und eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Mehrfarbige DruckoptionenDas Paket enthält ein ACE Pro-Gerät, das einen lebendigen 4-Farb-Druck unterstützt. Wenn Sie mit bis zu 8 Farben drucken möchten, müssen Sie eine zusätzliche ACE Pro-Einheit kaufen. Diese Konfiguration bietet Flexibilität für mehrfarbige Projekte und verfügt über Funktionen wie Anti-Filament-Verwicklung und automatische Filamentnachfüllung, die den Prozess reibungsloser und zuverlässiger machen. Geschwindigkeit trifft auf PräzisionDer Kobra S1 bietet ultraschnelle Druckgeschwindigkeiten von bis zu 600 mm/s, wobei für gleichbleibende Ergebnisse eine Geschwindigkeit von 300 mm/s empfohlen wird. In Kombination mit einer maximalen Beschleunigung von 20000 mm/s2 kann er einen Benchy-Testdruck in nur 15 Minuten abschließen. Einfach zu bedienen und zu wartenDas 320°C Schnellverschluss-Hotend ist leicht zu demontieren und unterstützt mehrere Düsengrößen (0,2 mm, 0,4 mm, 0,6 mm und 0,8 mm), was Ihnen Flexibilität für unterschiedliche Druckanforderungen bietet. Der Drucker arbeitet leise, mit einem Geräuschpegel von nur 44 dB im Leisemodus. Die Einrichtung ist einfach, und Sie können innerhalb von 15 Minuten nach dem Auspacken mit dem Drucken beginnen. Intelligente Software-IntegrationDas Anycubic-Ökosystem umfasst die Software Slicer Next, die Funktionen wie die Verwaltung mehrerer Platten und das Überspringen von Objekten unterstützt, sowie die Anycubic-App für die Fernüberwachung, Zeitrafferaufnahmen und mehr. Egal, ob Sie ein Anfänger oder ein erfahrener Hersteller sind, der Kobra S1 Combo macht den 3D-Druck einfach und effizient. Lieferumfang • Kobra S1-Drucker • ANYCUBlC Color Engine Pro (ACE Pro) für den 4-Farb-Druck • Spulenhalter • Signalkabel (1 Stück) • Filamenthülsen (4 Stück) • Netzkabel (2 Stück) • Anti-Blockier-Modul • Schrauben 1 M2,5*25 (2 Stück) • Schrauben 2 M3*6 (2 Stück) • U-DISK (1 Stück) • Inbusschlüssel 2,5/2,0/1,5 • Filamentprobe • Düsenreiniger • Schmierfett • Aktivkohle (1 Stück) • Düsenreinigungsmodul (1 Stück) • Düsen-Silikonteil (1 Stück) • Kabelhalter (2 Stück)

 Preis: 429,00€ Jetzt kaufen bei 3D-Prima!* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
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TypFertiggerät
Schnittstellen
  • USB
  • WLAN
Features
  • Geschlossenes Gehäuse
  • Wechselbares Druckbett
  • Mehrfarbiger Druck
  • Touchscreen
Unterstütztes Druckmaterial1,75mm Filament, ABS, ASA, PETG, PLA, TPU
Anzahl Druckköpfe1
Gehäuseabmessungen (B x T x H)40 x 49 x 41 cm
Druckgröße (B x T x H)25 x 25 x 25 cm
Auch zu finden unter folgenden Modellnummern:KS1CBK0A-O, KS1CBK0AO
Weitere Produktinformationen:Lieferumfang: 1x Drucker, 1x Ersatz-Druckdüse, 1x USB-Stick, Filamentwechsler (4-Fach), Reinigungs-Set, Werkzeug-Set



Anycubic Kobra S1 Combo: Günstigste Anbieter

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Fazit: Vielseitig, aber nicht fehlerfrei

Die Anycubic Kobra S1 Combo ist ein spannendes Gerät, das viele High-End-Funktionen in eine Preisklasse bringt, die auch für engagierte Hobbyanwender erschwinglich bleibt. Sie eignet sich für Nutzer, die den nächsten Schritt über den klassischen PLA-Druck hinausgehen möchten und Freude am Experimentieren haben. Wer allerdings absolute Präzision ohne Nachjustieren oder kompromisslose Ruhe im Betrieb erwartet, sollte sich die Eigenheiten genau überlegen. Insgesamt ist die Kobra S1 Combo ein Allrounder mit Potenzial, der mit ein wenig Geduld zu einem sehr leistungsfähigen Werkzeug für Makers werden kann.


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