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ELEGOO Neptune 4 Plus Test

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ELEGOO Neptune 4 Plus Test
Bildquelle: Amazon.com

Der ELEGOO Neptune 4 Plus kombiniert erfolgreich großes Bauvolumen mit moderner Klipper-Firmware und leistet sich dabei nur wenige Schwächen. Ideal für Maker und Hobbyanwender, die Wert auf Geschwindigkeit und faire Preisgestaltung legen. Ein Drucker, der tatsächlich Muskeln zeigt und das zu einem fairen Kurs.

  • Großes Bauvolumen für umfangreiche Projekte

  • Hohe Druckgeschwindigkeit dank Klipper-Firmware

  • Gute Balance zwischen Tempo und Präzision

  • Überzeugende Druckqualität bei mittleren Modellen

  • Vielseitige Materialkompatibilität (PLA, PETG, TPU, Nylon)

  • Input Shaping und Pressure Advance für bessere Ergebnisse

  • Stabiler Metallrahmen und solide Konstruktion

  • Faire Preisgestaltung für die gebotene Leistung

  • Verbesserungsbedürftige Kühlung des Druckkopfs

  • Nicht optimal für absolute Einsteiger geeignet

  • Viele Einstellungsmöglichkeiten können überwältigend sein

  • Grundverständnis von Slicer-Profilen erforderlich

  • Bei sehr kleinen Details ist Feintuning nötig

  • Billiges Filament kann zu Problemen führen

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Inhalt

3D-Drucker gibt es inzwischen in allen Größen, Preisklassen und Qualitätsstufen. Doch alle paar Jahre erscheint ein Modell, das den Markt ein kleines Stück aufmischt. Der Elegoo Neptune 4 Plus gehört genau in diese Kategorie. Schon auf den ersten Blick wirkt er wie der große Bruder des bekannten Neptune 3 Plus – doch unter der Haube hat Elegoo ordentlich nachgelegt. Wer bisher dachte, dass großformatige FDM-Drucker zwangsläufig langsam sein müssen, könnte hier eine Überraschung erleben. In diesem Test schauen wir uns an, ob Elegoo mit dem Neptune 4 Plus wirklich hält, was die Datenblätter versprechen. Wir gehen ins Detail, prüfen die Technik, vergleichen mit dem Vorgänger und teilen Erfahrungen aus der Praxis. Am Ende soll klar sein: Ist der Neptune 4 Plus nur ein evolutionäres Update oder tatsächlich ein Preis-Leistungs-Knaller?

Design und Aufbau: Vertraut, aber nicht altbacken

Beim Auspacken fühlt man sich schnell an den Neptune 3 Plus erinnert. Das Grundgerüst, die Führungsschienen und das Heizbett wirken nahezu identisch. Ein stabiler Metallrahmen sorgt für den nötigen Halt – kein Wackelkandidat, sondern solide und alltagstauglich. Doch wer genauer hinschaut, bemerkt die Unterschiede: Der Druckkopf wurde überarbeitet und besitzt nun eine verbesserte Kühlung, die dafür sorgt, dass auch bei hohen Geschwindigkeiten die Druckqualität nicht in die Knie geht.

Das Bauvolumen von 320 × 320 × 385 Millimetern ist großzügig dimensioniert. Figuren, Gehäuse, Ersatzteile oder Deko-Objekte – hier passt ordentlich was drauf. Wer schon mal versucht hat, einen Helm oder ein Cosplay-Teil auf einem kleineren Drucker zu fertigen, weiß, wie nervig es ist, große Modelle in Einzelteile zu zerschneiden. Mit dem Neptune 4 Plus entfällt dieses Problem häufig.

Firmware mit Turbo-Effekt: Klipper macht den Unterschied

Der vielleicht größte technische Sprung steckt gar nicht in der Hardware, sondern in der Software. Elegoo setzt beim Neptune 4 Plus auf Klipper, eine Firmware, die den 3D-Druckern sprichwörtlich Beine macht. Während klassische Drucker mit Marlin bei höheren Geschwindigkeiten schnell an Grenzen stoßen, sorgt Klipper für präzise Bewegungen selbst bei 200 oder 250 mm/s.

Natürlich wirbt Elegoo mit bis zu 500 mm/s. Doch wer sich mit 3D-Druck beschäftigt, weiß: Theoretische Werte sind selten realistisch. In der Praxis liegt die optimale Geschwindigkeit meist zwischen 150 und 250 mm/s – und genau da spielt der Neptune 4 Plus seine Stärken aus. Die Bewegungen wirken geschmeidig, die Layer sauber, und die gefürchtete Unterextrusion bei hohen Geschwindigkeiten tritt deutlich seltener auf.

Extruder und Hotend: Direkter Antrieb, hohe Temperaturen

Ein Blick auf den Druckkopf zeigt: Elegoo hat verstanden, worauf es ankommt. Der Direktantrieb-Extruder sorgt für eine präzise Filamentführung, vor allem bei flexiblen Materialien wie TPU. Wer schon mal versucht hat, TPU über einen Bowden-Extruder zu drucken, weiß, dass das einem Schlangenbeschwörer gleicht. Hier läuft das Material schnurstracks in die Düse.

Die Standarddüse schafft Temperaturen bis etwa 300 °C. Das eröffnet Spielraum für Materialien wie ABS, PETG, Nylon oder eben TPU. In Kombination mit einem Heizbett, das auf 100 °C kommt, ist der Neptune 4 Plus für ein breites Spektrum an Projekten geeignet. PLA bleibt natürlich der Allrounder, aber die Option, schwierigeres Filament zu verarbeiten, macht ihn zukunftssicher.

Geschwindigkeit in der Praxis: Ein echter Zeitsparer

Zeit ist im 3D-Druck ein Faktor, der oft unterschätzt wird. Ein großformatiges Modell, das auf einem älteren Drucker 20 Stunden benötigt, kann auf dem Neptune 4 Plus locker in 10–12 Stunden fertig sein. Natürlich hängt das stark von den Einstellungen ab – Wandstärke, Layerhöhe, Infill – aber der Unterschied ist spürbar.

Besonders positiv fällt auf, dass Elegoo nicht nur die Geschwindigkeit erhöht, sondern auch die Kühlung optimiert hat. Denn ein schneller Druckkopf bringt nichts, wenn das Material nicht rechtzeitig aushärtet. Mit dem Neptune 4 Plus wirken selbst bei höheren Geschwindigkeiten die Oberflächen erstaunlich glatt.

Druckqualität: Wo Speed und Präzision sich treffen

Wer sich von der hohen Geschwindigkeit spektakuläre Ergebnisse erhofft, sollte realistisch bleiben. Perfekte Miniaturen mit ultrafeinen Details sind bei 250 mm/s kaum möglich. Aber: Im realistischen Geschwindigkeitsbereich punktet der Neptune 4 Plus mit einer erstaunlich guten Balance zwischen Tempo und Präzision.

Bei mittelgroßen Modellen mit 0,2 mm Layerhöhe sind die Ergebnisse überzeugend. Scharfe Kanten, saubere Übergänge und stabile Strukturen. Bei sehr kleinen Details ist Feintuning nötig, doch hier zeigt sich der Vorteil von Klipper: Mit Input Shaping und Pressure Advance kann man das Druckverhalten anpassen und Ghosting deutlich reduzieren.

Materialien im Test: Von PLA bis Nylon

Ein Drucker mit großem Bauvolumen lädt dazu ein, verschiedene Materialien auszuprobieren. Der Neptune 4 Plus hat keine Probleme mit Standard-PLA. Die Ergebnisse sind fast langweilig gut – und das ist ein Kompliment. PETG funktioniert ebenfalls zuverlässig, solange man die Druckgeschwindigkeit etwas reduziert, um Stringing zu vermeiden.

Spannend wird es bei flexiblen Materialien wie TPU. Hier spielt der Direktantrieb seine Stärken aus. Die Filamente gleiten ohne Stau durch die Düse, und selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleiben die Drucke stabil. ABS und Nylon sind machbar, erfordern jedoch etwas Erfahrung, ein Gehäuse oder zumindest eine staubfreie, zugluftarme Umgebung. Wer regelmäßig mit technischen Kunststoffen arbeiten möchte, sollte über ein passendes Hotend-Upgrade nachdenken.

Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

Der Touchscreen ist intuitiv aufgebaut, die Menüführung logisch. Automatisches Bed Leveling spart Zeit und Nerven, gerade bei dem großen Druckbett. Eine zusätzliche manuelle Feinjustierung ist dennoch ratsam, wenn man das Maximum aus dem Drucker herausholen will.

Auch das Geräuschniveau fällt angenehm auf. Trotz der hohen Geschwindigkeit bleibt der Neptune 4 Plus vergleichsweise leise. Sicher, bei 200 mm/s hört man die Bewegungen, aber es ist kein störendes Kreischen, sondern eher ein gedämpftes Surren.

Vergleich zum Neptune 3 Plus

Viele Interessierte fragen sich: Lohnt sich das Upgrade, wenn man bereits den Neptune 3 Plus besitzt? Kurz gesagt: Ja, wenn man Wert auf Geschwindigkeit legt. Der alte Neptune 3 Plus schafft realistisch 50–100 mm/s. Bei höheren Werten leidet die Qualität deutlich. Der Neptune 4 Plus dagegen kann auch bei 200 mm/s noch saubere Ergebnisse liefern.

Für Gelegenheitsdrucker, die hauptsächlich kleine PLA-Modelle drucken, reicht der Neptune 3 Plus weiterhin aus. Wer aber oft große Teile fertigt, mehrere Projekte gleichzeitig abwickeln will oder einfach ungern auf Drucke wartet, profitiert klar vom 4 Plus.

Preis-Leistung: Wo steht der Neptune 4 Plus?

Der Markt für großformatige 3D-Drucker ist hart umkämpft. Viele Modelle kosten deutlich über 500 €. Mit einem Straßenpreis um 330–350 € positioniert sich der Neptune 4 Plus attraktiv. Man bekommt ein großes Bauvolumen, moderne Firmware und eine solide Druckqualität zu einem Preis, bei dem andere Hersteller oft nur Mittelklasse bieten.

Natürlich gibt es Premium-Features wie vollgeschlossene Gehäuse oder Dual-Extruder nur in höheren Preisklassen. Doch im direkten Vergleich wirkt der Neptune 4 Plus fast wie ein Geheimtipp für ambitionierte Hobbyanwender, Maker und Cosplayer.

Tipps für bessere Druckergebnisse

  • Langsamer starten: Wer mit 3D-Druck neu beginnt, sollte nicht gleich auf 200 mm/s loslegen. Lieber erstmal mit 80–100 mm/s arbeiten und dann steigern.

  • Hotend-Upgrade überlegen: Mit einem hochwertigen Hotend wie dem Micro-Swiss FlowTech lassen sich die Drucke stabiler und sauberer gestalten.

  • Filamentqualität prüfen: Der Drucker ist nur so gut wie das Material, das man einlegt. Billiges Filament führt auch beim besten Gerät zu Problemen.

  • Kalibrierung nutzen: Klipper bietet viele Feinjustierungen. Wer sich die Zeit nimmt, Input Shaping und Pressure Advance zu konfigurieren, wird mit sichtbar besseren Ergebnissen belohnt.

Für wen eignet sich der Neptune 4 Plus?

Der Drucker richtet sich an Nutzer, die ein großes Bauvolumen brauchen und gleichzeitig Wert auf Geschwindigkeit legen. Maker, die an Cosplay, Prototyping oder größeren Figuren arbeiten, profitieren besonders. Auch Bildungseinrichtungen oder Maker Spaces, in denen viele Projekte parallel laufen, könnten mit dem Neptune 4 Plus glücklich werden.

Weniger geeignet ist er für absolute Einsteiger, die keinerlei Vorerfahrung mitbringen. Zwar ist die Bedienung einfach, aber die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten kann anfangs überwältigend sein. Hier zahlt sich ein Grundverständnis von Slicer-Profilen und Filament-Handling aus.


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Technische Merkmale ELEGOO Neptune 4 Plus

ProduktdetailsElegoo Neptune 4 Plus
Produkttyp3D Printer
TechnologieFFF (Fused Filament Fabrication)
Druckgeschwindigkeit500 mm/s
DruckmaterialienPLA, PETG, ABS, TPU, Nylon
Druckbereich320 x 320 x 385 mm
AnschlüsseUSB, WLAN
Farbeschwarz

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Fazit: Ein großer Schritt nach vorn

Der Elegoo Neptune 4 Plus ist nicht einfach nur ein leicht verbessertes Modell. Er kombiniert ein großzügiges Bauvolumen mit moderner Firmware und einem leistungsfähigen Druckkopf. Die Geschwindigkeit ist realistisch nutzbar, die Druckqualität beeindruckt, und der Preis ist fair. Kleine Schwächen gibt es bei sehr feinen Details und bei schwierigen Materialien wie Nylon, aber das ist in dieser Preisklasse verschmerzbar.

Wer einen schnellen, zuverlässigen und großformatigen FDM-Drucker sucht, bekommt mit dem Neptune 4 Plus ein Gerät, das sowohl für Hobbyanwender als auch für ambitionierte Maker spannend ist. Ein Drucker, der tatsächlich Muskeln zeigt – und das zum fairen Kurs.


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Simon ist der geistige Wegweiser hinter "Simon's Ratschlag", Ihrem vertrauten Lotsen durch die Welt der Unterhaltungselektronik. Als passionierter Technikenthusiast durchforstet er das Netz nach den neuesten Trends und Innovationen – von Fernsehern und Soundbars bis hin zu Kopfhörern und Gasgrills. Simons Mission ist es, durch detaillierte Testberichte und fundierte Empfehlungen Licht ins Dunkel der Produktvielfalt zu bringen, damit Sie die für Sie perfekte Wahl treffen können, ohne sich im Informationsdschungel zu verlieren. Folge mir auch auf LinkedIn